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Montag im Frappant: Etwas Besseres als Ikea
MO 30. NOVEMBER 19:30H, ERDGESCHOSS GR. BERGSTRASSE 168
Im Frappant-Gebäude in Altona hat das “Recht auf Stadt” Einzug gehalten – mit tatkräftigem Support von NIONHH. Beim Auftaktfest strömten mehrere Tausend Leute in das ehemalige Kaufhaus, erkundeten die Ateliers, sangen mit der Pudel Maschine “Das ist unser Haus!”, tanzten zu Fatih Akins sowie Tex & Erobiques DJ Set, tranken alles Bier leer und staunten über so viel vielversprechenden Raum.
Heute, am Montag den 30.11., 19:30h denken wir gemeinsam darüber nach, wie wir den als “Schandfleck” gescholtenen Ort in ein soziales Zentrum für alle verwandeln können. Denn wer noch immer glaubt, dass sich die Stadt durch die Ansiedlung von Megamärkten “beleben” lässt, möge bitte die unter keystudies_on_BigBoxes gesammelten Studien zum Thema aus den USA zur Kenntnis nehmen. Wal Mart, Ikea & Co. entziehen der lokalen Ökonomie Kaufkraft und senken die Lebensqualität Obwohl es in der Großen Bergstraße schon mehrfach gescheitert ist, hängt der Bezirk Altona am “Konzept Ankermieter” wie der Süchtige an der Nadel.
Großartig dagegen ist die Vision, einen gescheiterten Siebziger-Jahre-Kauftempel mit lauter nützlichen Einrichtungen zu bestücken, die auch noch Spaß machen. Ein Go-Kart-Bahn für Kinder, günstige Wohnungen, Ateliers, soziale Einrichtungen, ein Gästehaus für die Nachbarschaft – da geht einiges. Hunderte von Anwohner_innen bestaunen seit Samstag das große Bauschild-Transparent “Vom Kaufhaus zum Stadthaus” im Erdgeschoss (ab Mo draußen). Es gibt eine Vorstellung davon, was möglich wäre, wenn man das Frappant “aus sich selbst heraus” entwickelt. “Dieser Ort kann viel mehr bieten als eine reine Einkaufsstraße. Dieser Ort kann ein städtisches und kulturelles Zentrum werden und zu einer Plattform für gesellschaftlichen Austausch heranwachsen”, schreiben der Architekt Oliver Zorn und der Stadtplaner Benjamin Häger zu ihrem Konzept. Heute abend stellen sie es vor – flankiert von den Ideen und Konzepten der Frappant-Künstlergruppe SKAM. Hier das Konzept Vom Kauf- zum Stadthaus und hier der Audiofile.
Außerdem spricht die Initiative “Kein Ikea In Altona” über denKontext der vom Bezirk gewünschten Ikea-Ansiedlung, den so genannten “Masterplan Altona” : “Ikea ist nur ein Baustein in der massiven politisch gewollten Veränderung des Gebietes. die Entwicklung unseres Viertels zu bestimmen”, so die Initiative. “Wir haben es also mit dem geplanten Bau von Ikea nicht nur mit Verkehrschaos, Lärm und Abgasbelastung oder der Vertreibung von alteingesessenem Gewerbe und den KünstlerInnen zu tun, sondern darüber hinaus mit einem groß angelegten Aufwertungsprozess, der sich ausschließlich an den Interessen von Unternehmen und Wohlhabenden orientiert und die negativen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung bewusst ignoriert oder sogar befürwortet.” Hier ist das Flugblatt und hier der Vortrag als Audiofile.
Anschließend gibt’s Gelegenheit zur Diskussion mit Frappant e.V., Initiative und Bürgerbegehren „Kein Ikea In Altona“. Alle Nachbar_innen und Gewerbetreibenden sind herzlich eingeladen. Und schön warm anziehen! Wir bringen Heizungen und Glühwein, ihr bringt Decken mit!

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