Floridarisierung des Protestes?

7. November 2009 at 2:29 pm 4 Kommentare

Andrej Holm hat in seinem Gentrification-Blog die Einlassungen Richard Floridas im Aspekte-Beitrag und die entsprechende Meldung auf Spiegel Online analysiert. Er schreibt: „Die nun anstehende Floridarisierung der Hamburger Stadtpolitik mag das Potential haben, einige Künstler/innen aus den Protestmobilisierungen herauszulösen – bezogen auf die neoliberale Orientierung der Stadtpolitik ist es jedoch keine Umkehr, sondern nur der Wechsel des Rennpferdes.“

Wir haben  wiederholt darauf hingewiesen, dass das Manifest kein Wunschzettel der Künstler und Kreativen ist, die ja bloß auch mal am Katzentisch der Stadtentwicklung sitzen möchten (siehe Artikel „Klarstellung zum Manifest“). Genau deshalb unterzeichnen auch so viele, auf die Floridas Definition von „creative class“ nicht zutrifft – und das ist gut so. Mehr zu Florida bald an dieser Stelle.

http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/11/06/hamburg-floridarisierung-des-protestes/#more-1524

Entry filed under: 5584. Tags: .

Hamburgische Bürgerschaft debattiert über Gängeviertel und Manifest Süddeutsche Zeitung

4 Kommentare Add your own

  • 1. bianca  |  8. November 2009 um 5:53 am

    Aber Leute, Floridas Definition von ‚Creative Class‘ trifft doch — laut Buch — auf 30% aller Arbeiter zu, und lange nicht nur auf „Künstler und Kreativschaffende“ — das ist ja eines der Probleme mit Floridas These.

    Eure Aussagen hier zeugen von Inkonsistenz. Schon in der ersten Zeile Eures Manifests sprecht Ihr Euch doch ganz klar gegen die Floridarisierung der neuen Stadtentwicklung in Hamburg aus. Das ist doch der Punkt. — Dass die Journalisten das in den falschen Hals bekommen und dabei glatt die Seiten verwechseln, war klar. Wichtig ist aber, dass Ihr Euch von dem ganzen Medienmindfuck nicht verwirren lasst…

    Distanziert Euch von der Florida-Debatte und konzentriert Euch ganz konkret auf die Situation in Hamburg.

    In Liebe,

    >> b.

    Antworten
  • 2. nionhh  |  8. November 2009 um 10:19 am

    „Creative Class“ ist im Prinzip das, was bei Brecht die „Kopfarbeiter“ sind. Also Wissenschaftler, Journalisten, Künstler, Informatiker etc. Krankenschwestern, Kfz-Mechaniker, Handwerker etc. gehören nicht dazu…

    Antworten
  • 3. bianca  |  8. November 2009 um 2:17 pm

    Huch! Brecht und Florida im gleichen Atemzug. Da wird sogar mir ganz schwindelig…

    Antworten
  • 4. cat  |  9. November 2009 um 6:12 pm

    Scheiss auf diese ganze Richard Florida Debatte! Es geht doch um die Lebensqualität von uns allen in dieser Stadt. Mit dem Abreissen von Altbauten und Zupflastern dieser Stadt mit Bürohochhäusern und Eigentumswohnungen einher geht ja das Verschwinden sämtlicher Toleranz für einander (Bettler raus etc). Hamburgs Lebensqualität kam von den vielen verschiedenen Menschen, die hier lebten. Der Mix ist wichtig – nicht nur „kreative“ und Reiche bestimmen die Attraktivität einer Stadt!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Rubriken

Kalender

November 2009
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

%d Bloggern gefällt das: